Etagenbett

Tip 1: Als unsere Große für ihr Babybett allmählich zu groß wurde und es obendrein auch noch zusammenbrach, als sich Papi zum Gutenachtkuß auf die Bettkante setzte, wurde es Zeit für ein neues. Da aber unsere beiden Mädchen sich ein Zimmer teilen, war ein Etagenbett vorgesehen. Leider war die Jüngste zu diesem Zeitpunkt noch reichlich klein für ein großes Bett. Wir fürchteten, sie könne ohne ihre Gitterstäbe ständig rausfallen. Da hatte der Papi eine Idee: 1. die Große schläft oben, denn die konnte schon besser die Treppe meistern, auch in halb schlafendem Zustand, 2. als Soforthilfe für die Kleine wurde ein ganz normales Bettuch längs auf 1/2 oder 1/3 der Breite gefaltet und weit unter die Matratze des unteren Bettes geschoben, stramm außenrum zum oberen Bett geführt und dort ebenfalls unter der Matratze festgeklemmt. So hatte die Kleine ein breites, elastisches Auffangtuch, in das sie nachts hineinrollen konnte. Das ist auch ein guter Tip für Urlaube in Ferienwohnungen!!

Jan. 2001


Auffangtuch1 Tip 2: Auf die Dauer war mir das Bettuch aber nicht hübsch genug, deshalb habe ich ein Auffangtuch genäht. (Das Bildchen rechts habe ich mir damals als Musterzeichnung gemacht.) Ich habe einen hübschen Kinderstoff ausgewählt und habe daraus ein Viereck von ca. 75cm in der Breite und 30cm in der Höhe geschnitten (doppelt genommen und mit Vlieseline verstärkt, damit es haltbarer wird). Auf eine Seite habe ich noch drei große Taschen aufgesetzt, das ist praktisch für alle möglichen Dinge, die man in der Nacht “so braucht”: Nuckelbecher, Ersatzschnuller, Lieblingstier…. Dann habe ich unten und oben je drei Bänder angesetzt (außen und in der Mitte): nach oben ca. 140cm lang, nach unten ca. 10cm lang, hier habe ich auch noch zwei Ringe angenäht (zum Festzurren). Und jetzt funktioniert es so: an den Lattenrosten der beiden Betten habe ich je drei Bändchen in passenden Abständen zu Schlingen angeknotet (Anorakkordel oder Schnürsenkel in passender Farbe zum Tuch). Durch die oberen Schlingen, die ein bißchen runterhängen, habe ich nun die langen, oberen Bänder des Tuches gezogen und wieder heruntergeführt. Die unteren Bänder mit den Ringen habe ich durch die Schlaufen des unteren Bettes durchgezogen, die unten neben der Matratze rauskommen. Jetzt werden die Enden der langen Bänder noch durch die Ringe der unteren Bänder geführt und so festgezurrt, daß das Tuch stramm gespannt an der richtigen Stelle sitzt. Fertig! Das Tuch ist klein genug, um nicht sonderlich zu stören, beim Ins-Bett-legen z.B., und unsere Maike ist trotzdem ein ganzes Jahr lang nicht mehr aus dem Bett gefallen. Jetzt ist sie groß genug, um ohne Tuch schlafen zu können. Leider habe ich kein gutes Foto mehr von unserem Tuch, auf dem Bild ist es nämlich - nach über einem Jahr wirklich übler Strapazen - überall eingerissen und in desolatem Zustand, außerdem ist es nicht strammgezogen, weil die beiden Süßen mal wieder darauf rumgeturnt hatten. Dabei sehen sie so aus, als könnten sie kein Wässerlein trüben… Eigentlich hatte ich vorgehabt, das Tuch, sobald es als Schutz vor dem Herausfallen nicht mehr notwendig ist, einfach an der Wandseite des Bettes zu befestigen, dann hätte Maike es noch als praktische Bett-Tasche weiternutzen können, aber leider… s.o.

Auffangtuch2

Jan. 2001


Tip 3: Noch ein Tip: aus dem gleichen Stoff wie das Auffangtuch kann man auch nette Vorhänge anfertigen. Man dreht Schraubösen von unten in den Sprungrahmen des oberen Bettes, daran kann man Nylonschnüre spannen. Die Vorhänge oben mit Tunnelzug nähen und auf die Schnüre (vor dem Verspannen) aufziehen, dann kann man die Vorhänge auch auf- und zuziehen. Sollen sie aufgezogen sein, kann man sie mit breiten Schleifen an den Bettpfosten anbinden. Wunderschön und zum Spielen ganz toll!

Jan. 2001

bastelecke/tips/minitips/etagenbett.txt · Zuletzt geändert: 2008/02/28 21:56 (Externe Bearbeitung)
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