Kindergeburtstag

Kindergeburtstage machen Spaß! Vor allem den Geburtstagskindern und ihren kleinen Gästen, aber auch den Eltern soll es Spaß machen, wenn es auch einiger Organisation, Überlegung und nicht zuletzt Arbeit vorher, während und nachher bedarf. Ich will Euch von meinen paar Erfahrungen gerne berichten!

Kindergeburtstag ab wann? Den ersten richtigen Kindergeburtstag kriegen meine Kinder, wenn sie drei werden. (Vorher kommen nur die Großeltern und andere Verwandte zum Gratulieren.) Sie haben dann schon erste Freundschaften geknüpft, spielen gerne mit anderen Kindern und freuen sich über Besuch, der nur zu ihnen kommt. Beim dritten Geburtstag lade ich die Mütter noch mit dazu ein, ab dem vierten ist das nicht mehr nötig.

Was gibt´s zu essen? Wenn die Mütter nicht mit dabei sind - das spart einem mindestens die Hälfte der Arbeit, denn, sind wir mal ehrlich: welche Kleinkinder essen schon gerne Kuchen bei einem richtigen Kaffeeklatsch? Die meisten möchten erstens sowieso lieber etwas Herzhaftes, zweitens etwas, das sie aus der Hand essen können, damit sie keine Zeit verlieren und drittens wollen sie lieber spielen als stillsitzen. Das heißt also, Kaffee und Kuchen gibt´s für die Mütter, Saft, Häppchen, Süßigkeiten und vor allem Chips für die Kinder (für die braucht Ihr auch keine Sitzplätze einzukalkulieren). Und den “richtigen Geburtstagskuchen” könnt Ihr erstmal vergessen. Den gibt´s entweder für die Großen oder erst an einem viieel späteren Geburtstag.

Ich bin am besten damit gefahren, viel Chips (Lieblingssorte des Geburtstagskindes z.B.) und in Maßen Süßigkeiten hinzustellen, dazu Saft und vielleicht Kinderkuchen und/oder Hackfleischbonbons frisch zu backen. Wenn man möchte, kann man auch ein Abendessen für die Kinder vorsehen. Es bieten sich Fritten, Würstchen, vielleicht auch Pfannkuchen oder Nudeln an, die schmecken allen Kindern. Aber wundert Euch nicht, wenn nicht viel gegessen wird! Die meisten Kinder stopfen sich mit den Häppchen schon nachmittags voll! So weit, so gut. Für Essensvorbereitungen braucht Ihr also nicht viel Zeit zu investieren. Umso mehr Zeit und Energie kann man in andere Vorbereitungen stecken - oder einfach in das ausgelassene Mitfeiern!

Wieviele Gäste kommen? Meine Tochter Kerstin hat im April Geburtstag, da muß man bei der Planung der Feier berücksichtigen, daß man nicht aus dem Haus kann, da das Wetter - wenn es überhaupt stabil ist - mit Sicherheit noch zu kalt dazu ist. Auch haben wir keinen Garten, in dem man feiern könnte. Wir sind also auf unser Haus angewiesen. Das bedeutet natürlich auch, daß die Anzahl der kleinen Gäste relativ beschränkt ist. Ohnehin halte ich die Faustregel für ganz sinnvoll, daß das Kind sich so viele Gäste einladen darf, wie es dann Jahre zählt - wenigstens ungefähr…;-) - diese Schar kann es dann auch ganz gut überblicken. Daß das furchtbar schwer und manchmal kaum einzuhalten ist, davon weiß ich ein Lied zu singen. Man fühlt sich bemüßigt, auf jede Einladung mit einer Gegeneinladung zu reagieren, das Kind kommt in Kindergarten oder Schule und lernt viele neue Freunde kennen, die alten sind aber auch noch da und haben noch Geschwisterchen und und und. Ich denke, man muß da erstens rigoros und zweitens ganz diplomatisch im Umgang mit den Müttern der nicht eingeladenen Kinder sein, sonst ufert die Fete einfach aus. Kerstin will am liebsten 15 Kinder einladen, sieht aber doch ein, daß die bei uns nicht reinpassen; auf unsere Faustregel können wir uns dann meist einigen. Die “alten” Freunde laden wir dann zu einem späteren Zeitpunkt mit Müttern mal zum Kaffeeklatsch ein. Die meisten Mütter reagieren sehr verständnisvoll, wenn man ihnen die Situation erklärt - sie haben meist das gleiche Problem, wenn sie nicht gerade ein Sommerkind und einen Garten haben!

Was besorgt man für Gewinne und Mitgebsel? Am besten natürlich nicht zu viele Süßigkeiten, ein paar reichen auch ;-) Aber jedes Kind freut sich über ein paar nette - oder coole - Kleinigkeiten. Sie müssen nur ein paar Pfennige oder allerhöchstens 1-2 DM kosten, und die meisten Erwachsenen würden sie vielleicht auch als “Tinnef” bezeichnen (oder je nach Region auch anders), aber das sind oft genau die Dinge, die sich die Kinder heiß wünschen und von ihren Eltern nie kriegen: Fensterbilder, Tattoos, Aufkleber, Schmeichelsteinchen, Murmeln, Glitzerschmuck, Tierfiguren usw. Oder - wenn die Party ein Thema hat - sucht man passend zu diesem Thema auch die Mitgebsel aus. Das kommt auch immer gut an. Noch ein Tip: wenn man auch die Geschwister der eingeladenen Kinder gut kennt, kann man sich echte Freunde schaffen, wenn man für die auch ein Mitgebsel-Päckchen vorsieht! Oder man versöhnt sich wieder mit den enttäuschten Daheimgebliebenen ;-)

Was kann man machen? Natürlich kann man einfach die Kinder einladen, für die nötige Verpflegung sorgen und die Kinder spielen lassen. Die haben auch bestimmt ihren Spaß! Man kann auswärts feiern, im Schwimmbad, auf dem Abenteuerspielplatz, auf dem Reiterhof, im Wald, im Tierpark, auf dem Bauernhof, in der Eishalle oder auf der Kirmes. Und da gibt es bestimmt noch viel mehr Ideen - je nach Wohnort, Jahreszeit und Geldbeutel. Uns hat es jedoch immer am meisten Spaß gemacht - vor allem im Vorfeld für uns beide - wenn wir die Fete nach Herzenslust planen und vorbereiten konnten. Wir haben uns dazu immer zusammen ein Motto ausgesucht, unter dem wir das Fest aufziehen wollten:

April 2000 - August 2001

bastelecke/tips/kindergeburtstag/start.txt · Zuletzt geändert: 2008/02/28 21:56 (Externe Bearbeitung)
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