Streichelfische

Bild9„Streichelfische“ - das klingt gut, oder? Und das stimmt auch! Denn damit diese Fische so schön werden wie Ihr hier auf den Fotos sehen könnt, müssen sie erst gestreichelt werden! Neugierig? Na, dann lest mal weiter, wie das geht!

Als Material müßt Ihr Euch zurechtlegen: Tonkarton in hellen Farben (am schönsten fanden wir zarte Grün- und Blautöne, aber Ihr könnt natürlich nehmen, was Euch am besten gefällt), eine Schere, verschiedene Farben Straßenmalkreide und für jede Farbe Kreide ein kleines Töpfchen oder Schüsselchen. Wenn Ihr die Fische nachher in ein „Aquarium“ wie unseres setzen wollt, braucht Ihr noch ein großes Stück Packpapier (unseres ist etwa 70x120cm) und Wachsstifte in möglichst vielen verschiedenen Blau- und Grüntönen und zum Schluß Bastelkleber (oder Klebestift oder doppelseitiges Klebeband).

Bild1 Zuerst haben wir mal unsere Fische ausgeschnitten. Ich hatte zwei Fischformen aufgezeichnet und aus einem kleinen, dünnen Kartonrest je eine Schablone gemacht. Dann hat man es natürlich einfach. Aber vielleicht - oder sicherlich - wird es noch schöner, wenn Ihr selber jeden Fisch einzeln - und anders! - malt. Ihr braucht nur die Umrißlinie zu zeichnen und den Fisch an dieser Linie antlang auszuschneiden. Schneidet dann für jeden Fisch noch einen kleinen Kreis aus einem andersfarbigen Karton aus, das wird dann als Auge aufgeklebt.

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Als nächstes geht's der Kreide „an den Kragen“! Nehmt für jede Farbe ein eigenes Schüsselchen und kratzt an den Kreidestücken so lange herum, bis Ihr ein Häufchen feines Pulver in Eurem Schüsselchen habt. Das könnt Ihr z.B. mit einer Schere machen oder Ihr brecht die Kreide durch und reibt die beiden Hälften aneinander.

Jetzt wird gestreichelt: nehmt dafür ein Restchen von Eurem Tonkarton und schneidet oder noch besser reißt eine halbrunde, gewellte Kante ab. Das wird Eure Streichelschablone. Ihr legt sie auf den Fischkörper auf und streichelt mit Eurem Finger ganz sacht etwas Kreidestaub von der Pappe auf den Fisch. Damit macht Ihr ihm schöne Schuppen. Ihr könnt immer die gleiche Farbe nehmen oder immer wieder andere.

Es kann auch sehr schön aussehen, wenn Ihr ohne Schablone einfach etwas Kreidestaub mit dem Finger auf die Fische auftupft und ein bißchen verstreicht.

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Oder Ihr malt direkt mit dem Kreidestück ein schönes Muster auf Eure Fische - das ist zwar nicht „gestreichelt“, aber trotzdem sehr schön!

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Und jetzt zum „Aquarium“: wir haben den Packpapierbogen auf unsern Eßtisch gelegt und die Ecken eben mit Tesafilm fixiert. Dann haben wir uns mit allen grünen und blauen Wachsstiften drüberhergemacht, die wir nur finden konnten und haben es in eine Wasserlandschaft umgezaubert. Auch Wasserpflanzen haben wir hineingezeichnet. Als alles angemalt war - und das war ein ganz schönes Stück Arbeit! - haben wir dann die Fische hineingetan: erst einmal lose verteilt, bis es uns gefiel, und dann festgeklebt!

Ja, und dann heißt es aufhängen! Ich hoffe, Ihr habt eine schöne, große Wand, wo es auch hinpaßt! ;-)

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Tip: das ist auch eine tolle Arbeit für Kindergruppen oder ganze Schulklassen. Dann könnt Ihr Euch die Arbeit teilen und habt nachher einen wunderschönen Schmuck für Euer Klassenzimmer oder Euren Gruppenraum!

Noch'n Tip : das Aquarium könnt Ihr natürlich auch mit Wasserfarbe oder Fingerfarbe malen. Bei Wasserfarbe würde ich allerdings statt des Packpapiers einen helleren Hintergrund nehmen, damit die Farben auch gut herauskommen, weil sie ja nicht so stark decken. Bei Fingerfarben muß man einkalkulieren, daß das Bild dann relativ lange trocknet. Das kann einige Tage dauern, also braucht man einen Platz, wo das Bild dann so lange (ohne zu stören oder gestört zu werden) liegen bleiben kann. Wir haben bei unserer Blumenwiese z.B. Fingerfarben genommen. Es geht ein ganzes Töpfchen dabei drauf, aber es wird wunderschön! Auch Wasserfarbe stelle ich mir sehr schön für ein Aquarium vor.

Mai 2002

bastelecke/basteln_minis/karton/ganzesjahr/streichelfische.txt · Zuletzt geändert: 2008/02/28 21:56 (Externe Bearbeitung)
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