Anleitung

Wenn Du mit Ornare anfangen willst, ist es sicherlich am einfachsten, wenn Du Dir zunächst einmal ein Komplettset besorgst. Die gibt es z.B. von der Firma „AVEC“. Da ist normalerweise das Material für 4 oder 6 Karten drin, sowie eine Nadel und eine Unterlage. Die Blätter sind beidseitig vorgedruckt: auf der einen Seite ist ein buntes Motiv, auf der anderen Seite das Punktemuster.

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Du legst das Blatt nun auf die Prickelunterlage - am besten legst Du noch eine Schneidmatte unter, damit der Tisch auch gut geschützt ist - und stichst mit der Prickelnadel jeden einzelnen Punkt nach, der eingezeichnet ist. Versuche, die Punkte möglichst genau zu treffen und senkrecht ein- und auszustechen, dann wird das Muster am ordentlichsten. Es ist wirklich ganz einfach, es erfordert nur ein bißchen Geduld und Sorgfalt.

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Alle Punkte übertragen? Dann kannst Du nun das Blatt rumdrehen, das schöne Muster bewundern ;-) und das Blatt auf die beiliegende Doppelkarte aufkleben - schon fertig!

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Aber auch ohne ein solches Komplettset brauchst Du nicht auf diese Technik zu verzichten! ;-) Allerdings mußt Du Dir dann ein paar Werkzeuge besorgen. Deine Prickelnadel aus der Kiddybastelei kannst Du getrost hierfür vergessen, die ist viel zu dick, das wird nicht schön. Wenn Du keine richtige Ornarenadel bekommen kannst (und so teuer sind die gar nicht), tut es zum Ausprobieren auch eine Nähnadel, über deren Öse Du einen Korken steckst. Die alte Unterlage kannst Du allerdings sehr gut weiterbenutzen.

Dann brauchst Du Vorlagen. Du kannst im Bastelgeschäft danach fragen, es gibt eine Menge Hefte mit tollen Mustern zu allen Gelegenheiten. Oder Du googelst mal unter dem Stichwort „Ornare“ oder „Pricking“, dann solltest Du auch fündig werden.

Drucke Dir eine solche Vorlage aus. Du kannst sie entweder direkt auf die Rückseite Deines Bastelpapiers drucken, das Du gestalten möchtest, oder Du druckst sie auf einfaches, weißes Papier und fixierst dieses nachher auf Deinem Bastelpapier, das macht kaum einen Unterschied. Und jetzt geht es weiter wie gehabt: steche jeden einzelnen Punkt mit Deiner Nadel nach, dann drehst Du das Papier um und bewunderst Dein Werk! ;-)

Bei selbst ausgedruckten Mustern hast Du natürlich nicht schon ein fertiges Bildchen auf der anderen Seite, dafür darfst Du dann aber noch mal kreativ werden und eines ergänzen: ein Decoupagebildchen macht sich hier nett, ein 3D-Motiv oder auch ein Foto.

Und jetzt kommt der Tipp von der Grid: Wenn Du Dein Muster auf weißes Papier druckst, schneidest Du es in Kartengröße und legst statt einem zwei oder drei Bastelpapiere darunter. Fixiere diesen Stapel am Rand mit Tesa und prickel munter drauflos. Auf diese Weise hast Du mit einmal Arbeit gleich zwei oder drei Rahmen fertig! ;-) Aber übertreib es nicht: wenn Du mehr als drei Papiere gleichzeitig prickelst, werden sie nicht mehr so schön.



Übrigens gibt es auch Ornare-Schablonen. Die sind natürlich toll, um Muster ganz akkurat hinzukriegen, weil man mit solchen Dingern erstens gar nicht danebenstechen kann und weil man zweitens gezwungen wird, ganz senkrecht einzustechen. Nachteil liegt auf der Hand: pro Schablone gibt es nur ein einziges Muster. Aber wenn man diese Technik viel einsetzt, mag sich auch das lohnen.

bastelecke/basteln_grosse/kartenbasteln/ornare/anleitung.txt · Zuletzt geändert: 2008/03/09 13:11 von grid
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