Reflectamuster erstellen

So, und hier zeige ich Euch, wie Ihr Reflectamuster selbermachen könnt. Ich hoffe, Ihr habt Spaß daran! :-D

Manchmal brauch man ja für einen Auftrag oder ein bestimmtes 3D-Motiv, das man verwenden möchte, ein spezielles Muster. Ich wollte z.B. eine Glückskarte machen und wollte dazu gern ein Kleeblatt haben.

Dazu hab ich mir erst einmal aus dem Internet ein geeignetes Bildchen rausgesucht. Ihr könnt es natürlich auch selber malen oder einen Stanzer zuhilfe nehmen und dies dann einscannen. Wichtig ist, daß Ihr ein im Umriß möglichst einfaches und erkennbares Motiv auswählt, das nicht zu filigran ist und auch als Schattenriß, d.h. einfarbig, sofort zu erkennen ist: z.B. Tiere mit einfachem, charakteristischem Körperbau, Blumen, Herzen usw. Auch geometrische Figuren wie Kreis, Dreieck, Viereck usw. sind gut geeignet.

Mein Bildchen sieht so aus:

refl-anl01.jpg

Jetzt starte ich Paint Shop Pro (mit anderen Grafikprogrammen geht das natürlich auch), mache ein neues Dokument auf - die Größe wähle ich etwa 1000 x 1000 Punkte. Ich klicke auf „Ansicht“ - „Raster“ und hole mir damit ein Karomuster auf den Hintergrund, an dem ich mich gut orienteren kann, und kopiere das Bildchen in die linke obere Ecke. Dazu über „Datei“ - „Öffnen“ das Bild auswählen. Dann auf „Bearbeiten“ - „Kopieren“ klicken und das Bild wieder schließen. Nun in das neue Dokument gehen und auf „Bearbeiten“ - „Einfügen“ - „Als transparente Auswahl“ klicken. So kann man das Bild an die gewünschte Stelle schieben. Mit einem Klick „setzt“ man das Bild dann ab. Das Ganze sieht dann so aus:

refl-anl02.jpg

Die meisten Reflectamuster haben zwischen 11 und 13 Punkte in der Höhe. Seht mal zu, daß Euer Bildchen etwa so viele Kästchen Eures Rasters hoch ist. Sollte das nicht der Fall sein, könnt Ihr das Bildchen unter „Bild“ - „Bildgröße“ verkleinern bzw. vergrößern.

Weiter geht's: ;-)

Als nächstes vergrößere ich mein Bildchen ein bißchen, damit ich besser sehen kann. Dazu reicht es, die „Lupe“ zu nehmen, in echt vergrößern ist nicht nötig. Also klicke ich auf „Ansicht“ - „Vergrößern“ - „3:1“. Das reicht dicke. Dann schieb ich das Bildchen gleich so, daß sich Kanten und Ecken schon einmal ein bißchen an das Raster anschmiegen:

refl-anl03.jpg

Bei meinem Bildchen hier stört mich der Hintergrund noch ziemlich, also hol ich mir den erst einmal weg. Falls Euer Bildchen ausgestanzt ist, braucht Ihr diesen Schritt natürlich nicht mitzumachen. Ich nehm dazu den Zauberstab aus der Werkzeugleiste links und stelle die Toleranz auf „20“, Modus „Helligkeit“. Dann klicke ich auf den Hintergrund, der dann markiert wird:

refl-anl04.jpg

und lösche ihn mit der „Entf“-Taste weg. Das sieht schon besser aus!

refl-anl05.jpg

Die letzten Reste kann man entweder lassen, da sie nicht mehr so sehr stören, oder man wischt sie mit einem weißen Pinsel weg.

So, jetzt geh ich an die Umrisse: dazu nehm ich den Pinsel aus der Werkzeugleiste links. Dazu wähle ich die Farbe schwarz (ganz am rechten Bildrand klickt Ihr dazu auf das „vordere“ Viereckchen.

refl-anl06.jpg

Dann kriegt Ihr dieses Menu. Ihr klickt die gewünschte Farbe an und geht dann auf „OK“:

refl-anl07.jpg

Dann wähle ich die Stärke „4“ im Kontrollmenü. Nun fange ich an, die Punkte zu setzen. Achtet darauf, daß die Höhe immer stimmt: der Punkt muß immer mittig auf einer waagerechten Linie sitzen, und zwar jedesmal, wenn der Umriß des Motivs eine solche waagerechte Linie kreuzt, muß da ein Punkt hin:

refl-anl08.jpg

Von einer zur anderen waagerechten Linie ist der Abstand ja immer gleich, also haben die Punkte in der Höhe immer einen ausreichenden Abstand voneinander. Seht zu, daß das ind er anderen Richtugn auch so ist! Setzt also niemals zwei Punkte zu dicht nebeneinander, sonst bekommt Ihr nachher beim Ausprickeln Probleme! Wenn ich das ganze Motiv umrundet habe, sieht es so aus:

refl-anl09.jpg

So, als nächstes werde ich mein Punktemuster isolieren. Dazu markiere ich die schwarzen Punkte mit dem Zauberstab, das sieht dann so aus (keinen vergessen!!):

refl-anl10.jpg

gehe auf „Bearbeiten“ - „Kopieren“ und füge das Ganze mit „Bearbeiten“ - „Einfügen“ - „Als transparente Auswahl“ unter dem ersten Bildchen noch einmal ein:

refl-anl11.jpg

Schiebt es gleich so, daß die Punkte wieder richtig auf dem Raster sitzen, d.h. mittig! Dann markiere ich das obere Bildchen und lösche es einfach weg:

refl-anl12.jpg

So, jetzt geht's an Korrigieren! Ich hab da einige Punkte gemalt, die nicht richtig sitzen, das fällt jetzt so richtig auf. Und auch die Form des Motivs läßt sich jetzt noch ein bißchen korrigieren:

refl-anl13.jpg

Das könnt Ihr wieder mit dem Zauberstab gut hinkriegen: markieren und einfach dahin schieben, wo's besser aussieht. Als nächstes male ich - wieder mit dem Pinsel - eine senkrechte Reihe schwarzer Punkte in einigem Abstand links vom Motiv:

refl-anl14.jpg

Die braucht man, wenn man das Motiv später negativ sticken will.

Zuletzt markiere ich das komplette Kleeblatt und kopiere es mit „Bearbeiten“ - „Kopieren“ und „Bearbeiten“ - „Einfügen“ - „Als transparente Auswahl“ noch 5x rechts neben das erste Motiv (achtet auf gleiche Abstände!!) und kopiere als letztes (auf die gleiche Weise) die Punktereihe auch rechts als Abschluß hin. Das fertige Motiv sieht dann so aus:

refl-anl15.jpg

So, das war's! Euer neues Reflectamuster sollte jetzt fertig sein. Damit Ihr meines aber auch habt, hänge ich es Euch noch mal hier an.

refl-muster-grid01.jpg

Und die Musterkarte bekommt ihr natürlich auch zu sehen.

fad-refl-06.jpg

Beim Sticken hab ich nachher noch gemerkt, daß in der ersten Version die vier Punkte am Stielansatz des Kleeblattes gefährlich nahe beieinander liegen. Das habe ich später noch geändert. Als Faustregel könnt Ihr Euch merken: die Punkte sollten in der Horizontale mindestens so weit auseinander liegen wie in der Vertikale auch. D.h. nach oben und unten habt Ihr ja ohnehin immer den gleichen Abstand, nämlich ein Kästchen. Seht zu, daß Ihr nach links und rechts mindestens genauso viel habt, dann seid Ihr auf der sicheren Seite. Und wenn Ihr daraufhin den Workshop noch mal anguckt, dann seht Ihr, daß das am Stielansatz eben nicht der Fall war. Ich hab es beim ersten Mal zwar noch geprickelt und gestickt bekommen, ohne daß es einriß, aber es war schon ziemlich eng, deshalb hab ich für alle weiteren Karten das Muster daraufhin abgeändert.

Ich hoffe, Ihr hattet Spaß an meinem Workshop und konntet alles nachvollziehen. Wenn nicht, bitte ich um Fragen!! ;-) Es ist auch schon eine Weile her, daß ich den „gebaut“ habe - 3 Jahre immerhin - inzwischen würde ich ein anderes Programm benutzen, aber da geht es im Prinzip ähnlich.

bastelecke/basteln_grosse/kartenbasteln/fadengrafik/reflecta/musterselbermachen.txt · Zuletzt geändert: 2008/03/15 15:26 von grid
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