Anleitung

Um ein 3D-Bild zu erstellen, braucht man so viele gleiche Abbildungen wie man Schichten machen möchte. Für eine Karte reicht es in der Regel aus, wenn man ca. 4 Schichten einplant. Sie soll ja nicht so dick werden, daß sie nicht mehr in den Umschlag paßt.

Für den Anfang ist es am einfachsten, Du besorgst Dir einen Step-by-Step Auschneidebogen für 3D-Bilder. Die gibt es in gut sortierten Bastelgeschäften und auch in den vielen Kartenbastel-Internetshops zu kaufen, meist für weniger als einen Euro. Es gibt sie mit vielen verschiedenen Motiven zu allen möglichen Gelegenheiten. Der Vorteil bei diesen fertigen Bögen ist, daß Du dort nicht nur die nötigen Abbildungen des Motivs hat, sondern daß sie auch schon so bearbeitet sind, wie Du es für die 3D-Gestaltung brauchst. Zusätzlich brauchst Du noch eine sehr feine, spitze Schere, ein Klebestift und 3D-Abstandspads. Die bekommst Du dort, wo es auch die Ausschneidebögen gibt. Es sind eigentlich kleine Viereckchen Foamtape, ca. 5x5mm, die auf beiden Seiten selbstklebend sind. Es gibt sie in verschiedenen Dicken: 1mm, 2mm und 3mm. Für Karten sind eigentlich die dünnsten am besten, es gibt aber auch einige Kartenbastler, die bewußt die dickeren nehmen, daß sie mehr plastische Wirkung erzeugen. Das ist aber Geschmackssache. Wenn man solche Pads nicht bekommen kann, kann man auch auf Foamtape aus dem Baumarkt ausweichen, Spiegelklebeband würde sich da anbieten. Aber seht zu, daß es nicht zu dick ist. Ja, das wäre es in der Hauptsache schon. Für die Karte selber brauchst Du dann noch einen fertigen Kartenrohling oder einen DinA5-Bogen Tonkarton in passender Farbe, den Du auf die Hälfte faltest (Doppelkarten wirken schöner ;-)).

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So, nun kann es losgehen! Diesen Ausschneidebogen hier hab ich im Internet gefunden, leider weiß ich nicht mehr, wo. Aber man kann an ihm sehr gut und deutlich sehen, wie's gemacht wird.

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Wenn Du Dir den Ausschneidebogen nun ansiehst, stellst Du fest, daß das Motiv zwar viermal abgebildet ist, aber nicht immer komplett. Genauer gesagt, fehlt mit jeder neuen Abbildung immer mehr vom Motiv. Und so soll es auch sein! Die komplette Abbildung oben links wird nun Deine erste Schicht. Sie kommt ganz nach unten. Schneide sie also aus und klebe sie auf Deine Karte auf.

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Nun schneidest Du die zweite Abbildung aus, die oben rechts. Du stellst fest, daß hier eine Partie nicht mehr dabei ist, nämlich das Kopfkissen. Diese Partie ist diejenige, die am weitesten hinten liegt, wenn man das Bild räumlich betrachtet, und sollte deswegen bei Deinem 3D-Bildchen auch am weitesten hinten liegen, d.h. sie kommt nur in der untersten, der „hintersten“ Schicht vor und muß in allen weiteren Schichten (die ja auch weiter vorne liegen) weggeschnitten werden. Bringe nun ein paar Abstandspads auf der Rückseite Deiner zweiten Abbildung auf, unterstütze dabei vor allem die Ecken und kleb zwischendurch halt auch ein paar Viereckchen hin. Dann ziehst Du alle Schutzfolien von den Pads ab und klebst die zweite Schicht auf die erste. Das mußt Du nun sehr exakt machen, damit die beiden Abbildungen wirklich genau übereinander kommen. Und wie sieht es jetzt aus? Das Kopfkissen scheint weiter hinten zu sein als der Rest und eine leichte 3D-Wirkung tritt schon auf, ne?

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Nimm Dir nun die dritte Abbildung vor und schneide sie aus. Es fehlen diesmal zusätzlich die Haare des Schläfers und Teile der Bettdecke, wo sie sich nach hinten wölbt. Diese Partien sind wohl wieder weiter hinten als der Rest, also wurden sie diesmal weggelassen. Bringe wieder Abstandspads auf und klebe die Schicht wieder genau auf die zweite Schicht. Und wieder verstärkt sich der räumliche Eindruck, da jetzt die Haare hinter der Bettdecke sind, und die Bettdecke hinter den Haaren. Gut, ne? ;-)

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Jetzt kommt schon die letzte Abbildung, das sind nur noch die Füße, denn die ragen ja nun am weitesten nach vorne. Schneide sind aus und klebe sie mit Abstandspads exakt auf. Und, wie sieht's aus? Richtig räumlich, ne? Die Füße kommen einem geradezu entgegen! LOL

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So, da hast Du Dein erstes 3D-Bildchen schon fertig! Jetzt kannst Du darangehen, die Karte noch auszugestalten. Das geht z.B. mit einem Textsticker und einem Stickerrahmen. Sehr schön macht es sich auch, wenn Du das 3D-Bildchen nicht direkt auf die Karte, sondern erst auf ein farblich passendes Papierchen klebst, das Du z.B. noch mit einem Stanzer an den Ecken nett bearbeitest oder mit einer Konturenschere zuschneidest. Die Möglichkeiten sind endlos, wie die Holländer immer sagen! LOL Und die 3D-Technik läßt sich wunderbar mit den meisten anderen Kartenbasteltechniken kombinieren. Viel Spaß!!

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März 2008

bastelecke/basteln_grosse/kartenbasteln/3d-technik/anleitung.txt · Zuletzt geändert: 2008/03/07 19:03 von grid
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